Jesu Tod – mehr als Golgatha?

Die meisten Christen haben oft von Jesu Tod am Kreuz auf Golgatha gehört, wo er unschuldig und still, wie ein Lamm, sein Blut vergoss, und für uns starb. Nur wenige wissen, dass Jesus auch auf andere Weise starb, und dass seine Kreuzigung die Vollendung eines 33-jährigen Erlösungswerkes war.

Wie lebte Jesus eigentlich von seiner Geburt in Bethlehem bis zu seiner Kreuzigung auf Golgatha? Beschützte ihn der Vater vor Prüfungen und möglichen Sündenfällen? In Hebräer 4,15 steht es anders: „Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.“

Geprüft wie wir

Wurde Jesus tatsächlich in allem so geprüft wie wir, ohne zu sündigen? Wie konnte er das schaffen? Ist es auch für uns möglich, so zu leben? Falls ja, wie können wir das erreichen? Ist es möglich, nicht zurück zu schimpfen, wenn wir beschimpft werden, nicht mit Rache zu drohen, wenn wir leiden müssen? (1. Petr. 2,23) Ist es überhaupt möglich, seine Feinde zu lieben, so wie er es tat? (Mt. 5,44) Ist es möglich, unreine Begierden nicht zuzulassen? (Mt. 5,28) Wie können wir erreichen, für den Rest unserer Zeit hier auf der Erde nicht mehr nach den Lüsten der menschlichen Natur zu leben, sondern nach Gottes Willen? (1. Petr. 4,2)

Jesus hatte eine sehr wirksame Waffe, mit der er in allen Versuchungen siegen konnte. Er ging aus jeder Versuchung siegreich hervor. Wir sehen, wie er diese Waffe nutzte, als er in der Wüste versucht wurde. Satan appellierte an die menschliche Natur von Jesus. Er versuchte ihn mit Dingen, wo ein Mensch gewöhnlich schwach wird. Aber Jesus wies alle seine Vorschläge sofort ab – er „tötete“ sie mit Gottes Wort! Auf diese Weise „tötete“ er alle Lüste in seiner menschlichen Natur, die in den verschiedenen Situationen zum Vorschein kamen.

Erlöst von der Sünde

Jesus wusste, dass er den Kampf alleine nicht gewinnen würde. Darum hat er „in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt“ (Hebr. 5,7). Er wurde nicht von dem Tod auf Golgatha erlöst, sondern von dem Tod, der auf die Sünde folgt.

Paulus ermahnt in Kolosser 3,5: „So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.“ Lebt man so, wird mit der Zeit alle Sünde getötet und man wird ein durch und durch glücklicher Mensch.

Den Tod unserer menschlichen Lüste nennt Paulus Jesu Tod, weil Jesus der Erste war, der diesen Tod erlitt. Auf diese Weise hat Jesus uns den Weg zu wirklicher Freiheit gebahnt (Joh. 8,36).

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