Wie wertvoll ist ein Mensch?

Menschen sind wie Gras und alle ihre Herrlichkeit ist wie des Grases Blume. Und doch sind die Menschen so wertvoll, dass Gott sie über seine Schöpfung setzt. Sie sind so wertvoll, dass die Engel ausgesendet sind, um ihnen zu dienen – um derer willen, welche die Seligkeit erben werden.

Gott nimmt sich nicht der Engel an. Er hat keinen Erlösungsplan für sie. Nachdem sie gesündigt hatten, dachte er nicht darüber nach, auf welche Weise er sie erlösen könnte. Er stürzte sie einfach hinunter in die Hölle und übergab sie in die Ketten der Finsternis, damit sie für das Gericht bewahrt werden sollten (2. Petrus 2,4).

Gott sandte seinen eingeborenen Sohn zu unserer Erlösung

Doch dies tat Gott nicht mit den Menschen. Sie hat er nicht aufgegeben. Gott will nicht den Tod der Sünder, sondern er hat einen Heilsplan mit ihnen. Sie sind so wertvoll, dass er seinen eigenen, eingeborenen Sohn in die Menschheit entsandte. Dieser bekam Teil an Fleisch und Blut wie die Kinder, (Hebräer 2,14) und wurde der Erscheinung nach als ein Mensch erfunden (Philipper 2,7).

Er bahnte uns einen neuen und lebendigen Weg ins Heiligtum und er ist unser Vorläufer. Er lernte Gehorsam durch das, was er litt. Er war der Anfänger und Vollender des Glaubens und der Fürst des Heils. Er macht heilig und wir werden geheiligt. Alle sind wir von dem Einen und er schämt sich nicht, uns Brüder zu nennen. Wenn Jesus seine Hand auf uns gelegt hat, werden wir so wertvoll, dass es für ihn eine Ehre sein wird, umgeben von seinen Brüdern vor den Vater zu treten (Hebräer 2,10-12).

Gott will nicht den Tod der Sünder, sondern er hat einen Heilsplan mit ihnen.

Der Mensch war für Gott zu wertvoll, um mit ihm genauso zu verfahren wie mit den Engeln, als sie sündigten. Nein, als der Tod durch einen Menschen kam, hatte Gott sofort einen Heilsplan zur Hand. Er ließ seinen Sohn in die Menschheit geboren werden, sodass er zum Menschensohn und zum zweiten Adam wurde. Der erste Adam ging den Weg des Ungehorsams und brachte Tod über die ganze Menschheit. Aber der zweite Adam ging den Weg des Gehorsams, um der Menschheit Leben zu bringen. Also ist auch die Auferstehung von den Toten durch einen Menschen gekommen (1. Korinther 15,20-21). Er ist der Erstgeboren von den Toten (Offenbarung 1,5). Jetzt steht es uns frei, wem wir nachfolgen wollen.

Berufen, um mit Christus gleichgestaltet zu werden

Wir sind so wertvoll, dass uns die Erlösung in Christus zu Königen und Priestern mit ihm machen kann, auch wenn wir noch so tief in die Sünde gefallen sein sollten (1. Korinther 6,11). Ja, die Heiligen werden die Welt und sogar die Engel richten (1. Korinther 6,2-3).

Wir sind dazu berufen, mit Christus gleich gestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei.

Wenn nun aber das Heil in Christus so groß ist und Gott solche Pläne mit uns hat – ist es dann nicht minderwertig und schlimm, Sklaven unserer Lüste zu sein und sich um irdische, vergängliche Dinge zu sorgen? Ist es nicht armselig, dann beleidigt, mutlos und böse zu sein und in Unzucht und Ungerechtigkeit zu leben?

Wir sind dazu berufen, mit Christus gleich gestaltet zu werden, damit er dadurch der Erstgeborene unter vielen Brüdern wird. Er hat alle unsere Haare gezählt und wir wissen, dass uns alle Dinge zum Besten dienen. Ist es dann nicht ungebührlich, murrend umherzugehen, unzufrieden zu sein und zu klagen? (Römer 8,28-29).

Wache darum zu mehr Ernst auf und werde dir deiner hohen Berufung bewusst.

 

Nach dem Artikel Was ist ein Mensch?, erstmals publiziert im Gemeindeblatt Skjulte Skatter im Juli 1957. © Copyright Stiftelsen Skjulte Skatters Forlag

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